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Rückenwind aus dem Akku

Besitzerinnen und Besitzer von NVV-Zeitkarten können seit Samstag kostenlos die Vorteile elektrisch unterstützter Fahrräder im Alltag testen. Das Wirtschafts- und Verkehrsministerium stellt dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) für die kommenden Monate 30 Pedelecs zur Verfügung, die für jeweils vier Wochen ausgeliehen werden können. Verkehrsstaatssekretär Jens Deutschendorf übergab am Samstag in Kassel die Räder an die ersten Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

„Pedelecs erleichtern vieles, was mit einem gewöhnlichen Fahrrad größere Anstrengung bedeutet: Längere Strecken, Steigungen, Gepäcktransport“, erläuterte der Staatssekretär. „Sie sind eine klimafreundliche Alternative für den Weg zur Arbeit und vieles andere, was heute noch oft mit dem Auto erledigt wird. Im ländlichen Raum – wo der nächste Bahnhof oft weiter entfernt ist – machen sie es Berufspendlern einfacher, den ÖPNV zu nutzen. Davon kann man sich mit der Aktion „BikeXtra“ persönlich für jeweils einen Monat überzeugen.“

„Radfahren neu entdecken“

„BikeXtra“ knüpft an das Landesaktion „Radfahren neu entdecken“ an, für das sich Kommunen bewerben können. Diese erhalten dann Räder zur kostenlosen Probe-Ausleihe an Bürgerinnen und Bürger. „Radfahren neu entdecken“ ist in diesem Jahr mit dem Deutschen Fahrradpreis ausgezeichnet worden (2. Platz in der Kategorie „Service“).

NVV-Geschäftsführer Steffen Müller unterstrich den Nutzen der Aktion für den Umweltschutz und den Nahverkehr: „Unsere Kunden haben mit der Aktion die Möglichkeit, erste Erfahrungen mit der Verbindung von ÖPNV und Elektrofahrrad zu sammeln. Im NVV möchten wir so die Akzeptanz für die Kombination umweltfreundlicher Mobilität erhöhen. Aus den Befragungen im letzten Jahr wissen wir, dass 39 Prozent ihr Elektrorad mit Bus oder Bahn kombiniert und 48 Prozent als weiteren positiven Effekt das Auto öfter stehen gelassen haben. So schaffen wir es auch im ländlich geprägten Nordhessen, die Verkehrswende voranzutreiben."

Hintergrund

Das Land Hessen verfolgt das Ziel, den Anteil des Fuß- und Radverkehrs auf Wegen innerhalb der Städte und Gemeinden in Hessen deutlich zu erhöhen und damit die Lebensqualität zu verbessern. Um die Landkreise, Städte und Gemeinden bei der Stärkung des Fuß- und Radverkehrs zu unterstützen hat das Land Hessen die Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) initiiert. In der AGNH tauschen sich über 165 hessische Gemeinden, Städte und Landkreise aus und machen sich durch ihre vielfältigen Maßnahmen und Aktionen für die Förderung von Nahmobilität auf lokaler Ebene stark.


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