Erster Spatenstich für die Weserquerung

Foto: Jens Tittmann

Dr. Carsten Sieling, Präsident des Senats und Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen, Dr. Joachim Lohse, Senator für Umwelt, Bau und Verkehr der Freien Hansestadt Bremen, sowie Enak Ferlemann, Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, haben heute (Donnerstag, 10. Januar 2019) den symbolischen ersten Spatenstich für den Bauabschnitt 4 der Autobahn-Eckverbindung A 281 vorgenommen. Mit diesem Bauabschnitt soll bis 2024 der Anschluss der A 281 an die A 27 realisiert werden. Herzstück des etwa 4,9 Kilometer langen Trassenabschnitts ist ein neuer Wesertunnel.

„Ich freue mich sehr, dass nun mit den bauvorbereitenden Maßnahmen für die Weserquerung begonnen wird. Auch der Bauabschnitt 2/2 zwischen Neuenlander Ring und Kattenturmer Heerstraße wird in den kommenden Jahren realisiert werden, sodass die Autobahn-Eckverbindung A 281 voraussichtlich im Jahr 2024 vollendet wird. Das macht unsere Hansestadt noch attraktiver und lebenswerter für die Bürgerinnen und Bürger. Zugleich ist das der Grundstein für eine wirtschaftlich und gemessen an der Anzahl der Einwohner wachsenden Metropole im Nordwesten“, betonte Bürgermeister Dr. Carsten Sieling.

Verkehrssenator Dr. Lohse begrüßte den Baustart ebenfalls: „Der Ringschluss der A 281 wird vor allem Verkehr aus innerstädtischen Verbindungen herausnehmen und damit Wohnquartiere bezogen auf Lärm und Luftverschmutzung entlasten. Zudem bedeutet dies Entlastungen für wichtige Pendlerrouten.“

Auch Bundesstaatssekretär Ferlemann freute sich über den Startschuss für den weiteren Bauabschnitt „Der Wesertunnel ist das Herzstück dieses Neubauprojekts. Durch den Lückenschluss im Westen treiben wir den Bau des Autobahnrings wesentlich voran. Das entlastet die Straßen in Bremen – und verbessert zugleich die Anbindung der Hansestadt an das internationale Fernverkehrsnetz. Damit stärken wir die Region und die Entwicklung des Güterverkehrszentrums, des Flughafens und der Häfen.“ Der rund 1100 Meter lange Wesertunnel stellt im Bauabschnitt 4 eine besondere ingenieurtechnische Herausforderung dar.

„Die beiden Eingangsbereiche werden in herkömmlicher offener Bauweise und der Mittelbereich im sogenannten Einschwimm- und Absenkverfahren hergestellt“, erläuterte Projektleiter Jörn Kück von der Projektmanagementgesellschaft DEGES, die vom Bremer Senat und dem Bundesverkehrsministerium mit der Umsetzung des Lückenschlusses beauftragt wurde.

Zunächst werden im Trassenbereich des Bauabschnitts Abbruch- und Rodungsarbeiten durchgeführt. Die Leitungen der Ver- und Entsorger müssen an die neuen Gegebenheiten angepasst werden. Die Infrastruktur auf dem Gelände von ArcelorMittal Bremen und von Holcim ist so anzupassen, dass die Erreichbarkeit dieser beiden Firmen durchgehend gewährleistet ist. Zudem gilt es, Bodenbelastungen und Kampfmittel fachgerecht zu entsorgen und die Brücke im Zuge der Carl-Benz-Straße neu herzustellen, um die Erschließung des Baufeldes organisieren zu können. Anschließend kann mit dem Bau des Wesertunnels begonnen werden.

Die Autobahn-Eckverbindung A 281 schließt in Kombination mit den beiden vorhandenen Autobahnen A 1 und A 27 den Autobahnring um Bremen. Mit ihrer Realisierung ist eine deutliche Verkehrsverbesserung für den gesamten nordwestdeutschen Raum zu erwarten. Die A 281 ist durch ihre Verknüpfung mit dem internationalen Fernstraßennetz für das Güterverkehrszentrum, die Häfen und den Flughafen in Bremen äußerst bedeutungsvoll. Sie dient der Verkehrsentlastung der A 27, der A 1 und damit des Bremer Kreuzes sowie der B 6/B 75 und diverser Hauptverkehrsstraßen. Vier der sechs Bauabschnitte wurden zwischen 1995 und 2014 bereits für den Verkehr freigegeben.

Die Kosten für den Bauabschnitt 4 der A 281 sind mit rund 345 Millionen Euro veranschlagt, die fast vollständig vom Bund getragen werden. Bremen beteiligt sich mit gut einer Million Euro an den Baukosten, um den Tunnel städtebaulich verträglicher in den Bestand einzubinden.


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